München – eine ganz andere Welt. Dort wo der Quadratmeter Wohnfläche mehr kostet als im gesamten Rest der Bundesrepublik – dort hat es mich vor kurzem zu einer Fortbildung verschlagen. Glücklicherweise auf einen Freitag. Und was macht man als vorrausschauender Reisender? Richtig man hängt das Wochenende dran, bucht noch einen Flug für die Freundin und kauft sich einen München-Reiseführer. Und dann gehts ab nach München. Hier mein München Reisebericht für euch:

Nach der relativ weiten Reise vom Flughafen zu unserem Hotel, sind wir nun endlich am dankenswerter Weise zentrumsnahen, schönen und ruhigen Hotel Europa angekommen. Wirklich eine feine Sache, nur 5min vom Hauptbahnhof entfernt zu wohnen. Zimmer waren wirklich cool. Vor allem das riesige Fenster im Bad war eine lustige Sache und dank herunterfahrbarem Rollo aber auch nicht ganz zweckentfremdet.

München – eine Stadt zum verlieben (wenn man es sich leisten kann)

Wer bei München zuerst an Bier, Bretzn (ja es heißt dort nicht Bretzel!) und Weißwurst denkt, der ist….genau richtig. Denn wir befinden uns in BMW-Land, in dem man von den zugegeben seltenen hohen Häusern einen tollen Ausblick auf das Alpen-Panorama hat. Überall gibt es Schweinsbraten, Bretzn und viele andere leckere Sachen. Da München eine lange Historie hat findet man hier Gott sei Dank immer noch sehr viele schöne alte Häuser und Gebäude. Vor allem um das eher „kleine“ Stadtzentrum, in dem man fußläufig eigentlich alles erreichen kann.

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Rund um den Karlsplatz, Hofbräuhaus, Frauenkirche, dem alten Peter (ebenfalls eine Kirche), Marienplatz und Viktualienmarkt befindet sich nämlich das Zentrum. Hier kann gegessen, geshoppt, geklettert (ja auf den alten Peter!) und gefeiert werden. Denn es ist wirklich schön hier. Leider ist es am Wochenende immer ziemlich voll, aber wer aus Berlin kommt ist das schon gewohnt und lässt sich nicht schocken.

Aber auch die Kultur kam natürlich nicht zu kurz. Alte Pinakothek, neue Pinakothek und die Glypothek haben wir uns angesehen. Wirklich spannend. Hier ein paar Eindrücke:

 

Das Essen

Ja was soll ich sagen. Frühstück inklusive in München bedeutet eben nicht nur Weißwurst und ne Bretze (Singular, sagt aber in München keiner), sondern auch Sekt, Früchte, Brot, Brötchen, Ei und alles was man sonst noch so zu einem gesunden Frühstück braucht. Aber seht selbst:

Frühstücken im Hotel Europa

Mittags konnten wir dann in tolle Restaurants einkehren. Da uns vom Hofbräuhaus stark abgeraten wurde, haben wir uns dann im nicht weniger uhrigen, aber dafür wesentlich gemütlicheren Andechser am Dom. Hier gabs original Schweinsbraten mit Dunkelsoße und Klößen und Schweinshaxe. Beides natürlich sehr sehr lecker und wie in Bayern üblich, nicht zu wenig!

Aber auch abends hat es uns in neue Gefilde verschlagen. So haben wir das erste Mal japanisches Essen ausprobiert und uns bewusst an Ramen & Co ergötzt. Bei Takumi in der Heßstraße wurden wir zunächst Zeuge der Warte-Tradition im kleinen Vorzimmer. Nachdem ein freier Platz gefunden war, konnten wir uns nicht wirklich entscheiden und nach langem Überlegen wurden dann einfach 2x Ramen bestellt. Für mein erstes richtiges Ramen muss ich sagen, war ich überrascht. Eine wirklich leckere Sache, wenn ich auch sagen muss, dass mir da die thailändische Küche irgendwie mehr zusagt. Aber man muss ja schließlich alles mal probieren.

 

Frühlingsfest auf den Theresienwiesn

Frühlingsfest in München

Glück gehabt – das dachte wir uns, als wir ganz nebenbei mitbekommen haben dass zeitgleich mit unserem Besuch das Frühlingsfest stattfindet. Wenn schon kein Oktoberfest stattfindet, ist das aber die ideale Möglichkeit einen kleinen Vorgeschmack auf eben jenes zu erhaschen. Also ab zum Frühlingsfest. Dieses findet nämlich auch auf den Theresienwiesn statt, also eben jenem Ort der für den (unwissenden) Amerikaner Deutschlands Zuhause ist.

Nach einer kurzen Fahrt mit der Ubahn ging es dann auf den üblichen Rummel. Alle üblichen Verdächtigen waren vertreten: Vom Riesenrad zur Geisterbahn … alles da. Auch zu Essen gab es jede Menge, aber dazu komme ich gleich noch. Eine Besonderheit die man vielleicht erwähnen kann, ist die dass eben auch auf dem Frühlingsfest in München schon die bekannten Bierzelte des Oktoberfests aufgebaut werden, zumindest 2 davon. Und wie der Bayer halt so ist, sind diese dann auch randvoll besetzt mit Trachten-tragenden Vollblut Bayern 🙂 Eine wirklich schöne Sache! Überall gibts Gesang und nette Gesellschaft. Leider konnten wir auch neben dem Hänl-Stand (hier gibts Brathähnchen) keinen Platz mehr ergattern. Da ich ja kein Bier mag und eine Maß für meine Freundin alleine dann doch etwas viel war, haben wir uns einfach wieder ins Getümmel gestürzt und unseren Feldzug gegen die Essens-Stände begonnen.

Riesenrad und Fress-atron

Verrückt ich weiß, aber nach einer kurzen Fahrt auf dem Riesenrand für das wir nur 45min angestanden haben, haben wir beschlossen einen Fress-Marathon quer durchs Frühlingsfest zu starten 😀 Man lebt ja schließlich nur einmal…yolo und so (oh gott ich habs gesagt. Schande über mich!).

Zuckerwatte beim Fress-atron

Und was soll ich sagen, wir hatten Sie alle: Riesenbretzn, Bratwurst, Poffertjes, Waffeln, Crepes, Zuckerwatte, Schokofrüchte und meinen persönlichen Favoriten den Baumstritzl. Kennt ihr nicht? Ich bis dahin auch nicht. Aber das muss man mal gegessen haben. Ein unglaublich leckerer Teig, der um eine Walze herum gewickelt und gebacken wird und dann in eine Panade meiner Wahl gedippt wird. Original heißt das Gebäck übrigens Kürtöskalacs (gesprochen Kürtöschkalatsch) und kommt aus Ungarn. Hier gehts zum Rezept. Aber hey, das stört doch niemanden…wenn es schmeckt. Und das hat es!!!

Baumstrizl

Ich kann nur hoffen, dass auch in Berlin bald mal jemand auf den Gedanken kommt damit zu punkten. Es war einfach nur mega lecker!

Zum Schoko-Döner haben wir es dann allerdings nicht mehr geschafft. Gerüchten zufolge soll ein solcher Laden aber auch kürzlich in Berlin eröffnet haben (ich halte euch auf dem Laufenden!).

Laufen in München

Damit wir hier mit dem ganzen Essen nicht gleich wieder auf Abwege von der Strandfigur kommen haben wir auch gleich noch 2 längere Läufe eingeplant. Natürlich morgens, wenn wir Zeit haben und wir eh noch den Kreislauf ankurbeln können. Also schön früh morgens los, wenn die Sonne über München lacht. Unsere erste Tour hat uns direkt zur bekannten Eisbach-Welle und dem Englischen Garten geführt. Und tatsächlich hatten wir morgens um kurz vor 8 schon die ersten mutigen im reißende eiskalten Eisbach (den Namen trägt dieser nämlich zurecht) mit Ihrem Surfbrett gesehen. Wirklich einzigartig!

Surfer auf der Eisbachwelle in München

Unsere zweite Tour führte uns dann am nächsten Morgen vom Hotel in Richtung des riesigen Schloss Nymphenburg. Dieses liegt im Westen Münchens im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg. Das barock-architektonische Meisterwerk bildet zusammen mit dem Schlosspark Nymphenburg und den kleinen Parkburgen eine Einheit. Bei bei Wikipedia.

Lauf Schloss Nymphenburg

Vielleicht lauft Ihr die Strecke ja auch mal. Oder wo läuft Ihr so in München?

Fazit München

Eine tolle Stadt mit vielen (leckeren) Möglichkeiten, wir kommen auf jeden Fall wieder!

Grüße aus München

Geschafft haben wir natürlich nicht alles, aber wir haben viel gesehen.

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