Einige haben ja den Bericht zu meinem höhenverstellbaren Schreibtisch vielleicht bereits gelesen. Mit diesem habe ich mir einen Traum erfüllt und kann zuhause endlich etwas gesünder zu arbeiten ohne Rückenschmerzen oder müde Beine. Eine echt Offenbarung möchte ich sagen. Weil mir diese Optimierung zuhause so gut gefallen hat, habe ich mittlerweile auch bei meiner Arbeit angefangen, mein Arbeitsleben gesünder zu gestalten und weitere Optimierungen (auch für die Firma) zu treffen. Mehr dazu in diesem Beitrag.

Warum stetige Optimierung für mich wichtig ist

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Ok, zugegeben, ich bin auch eines dieser Arbeitstiere das tagein tagaus arbeiten geht und versucht sich im Leben durchzuschlagen. Um dabei nicht einfach im Alltag zu „versumpfen“ habe ich schon vor 2-3 Jahren beschlossen hin und wieder meine aktuelle Situation objektiv zu betrachten zu ggf. zu optimieren. Stichwort Selbstreflexion.

Das hat mich vor 2 Jahren zu intensiven Sport getrieben und dafür gesorgt, dass ich einen Halbmarathon in 1:42 h gelaufen bin und ständig beim Sport war. Ich war schlanker und viel energetischer als je zuvor und habe die Zeit sehr genossen.

Junior

Mit der Geburt meine Sohns James(siehe Foto) hat sich meine sportliche Karriere allerdings von heute auf morgen verabschiedet. Zu stressig waren die Tage mit dem kleinen Mann, zu kurz die Nächte. Erst neulich habe ich festgestellt, dass sich das natürlich auch auf meine körperliche Fitness und Hüften niedergeschlagen hat. Unschön!

Seit ca. 6 Monaten habe ich ebenfalls eine neue Arbeitsstelle und damit verbunden war natürlich auch ein komplett neuer Arbeitsplatz. Dieser ist nichts besonders und rein vom ergonomischen leider auch nicht gerade ideal. Aber was tut man nicht alles für einen besseren Job 😀

Moment, moment moment….Nicht ganz ideal? Und genau zu diesem Zeitpunkt hat mich mein selbstgestellter Timer (alle 8 Wochen) dran erinnert mal über die aktuelle Situation zu sinnieren. Und das habe ich getan.

 

Optimierung gesucht!

Wie bei den vorangegangen Optimierungen, denen ich mein Leben unterziehe habe ich ersteinmal eine Bestandsaufnahme gemacht: Was kann ich verbessern und wie:

Dazu konnte ich 2 Bereiche identifiziert: Meinen Arbeitsplatz und meine körperliche Fitness. Also ran ans Werk.

Arbeitsplatz-Optimierung

Bestandsaufnahme: Am Arbeitsplatz sitze ich eigentlich ganz gut – nur auf Dauer nervt mein Stuhl und auch mein Tisch etwas. Gerade weil ich von zuhause nun einen höhenverstellbaren Tisch gewohnt bin, bei dem ich ganz einfach aufstehen kann. Der Tisch bei der Arbeit hingegen war alles andere als ideal. Zu schmal, zu kurz, Monitore stehen zu nah vor mir und auch der Bürostuhl hat nicht die richtige Höhe und ist auch etwas unbequem.

Neben der Sitzplatz-Situation haben wir auch noch ein anderes Problem: Unser Telefon klingelt ständig und unterbricht mich und andere bei der Arbeit. Leider haben wir keinen Empfang oder dergleichen, bei dem jemand den Anruf entgegen nehmen könnte. Wie ich bei einer objektiven Betrachtung festgestellt habe (ich bin einen Tag nicht ans Telefon gegangen), konnte ich ohne Unterbrechung viel mehr erledigen. Die ständigen Unterbrechungen müssen also auch irgendwie verschwinden.

Was also tun? 

Das einfachste ist natürlich erstmal unter Mitwirkung meines Arbeitgebers (Danke an dieser Stelle) meinen Arbeitsplatz zu optimieren. So habe ich mir einen höhenverstellbaren Tischaufsatz besorgt, der es mir möglich macht meine Monitore, Tastatur und Maus auf Bedarf in eine Stehposition zu versetzen.

Außerdem habe ich mir einen neuen ergonomischen Stuhl (IKEA MARKUS) besorgt auf dem ich ja auch ein paar Stunden sitze. Alles in allem hat die Veränderung hier gerade einmal 1 Woche gedauert. Jetzt kann ich auch hier mal im Stehen arbeiten und versacke im Nachmittags-Tief nicht mehr so in meinem Stuhl.

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Call me … NOT

Das nächste Problem war das ständige Telefon-Klingeln. Gut – ich arbeite in einer Onlinemarketing-Agentur, da ist das nichts besonderes. Viele Nachrichten oder Anrufe sind aber auch Werbe-Anrufe und dergleichen. Da wir leider keine Rezeption haben, musste eine Lösung her.

Ein Bekannter hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass es auch Dienstleister gibt, die genau das übernehmen. Und nach kurzer Recherche konnte ich dann einem Dienstleister ( Bueroservice24) ausfinden machen, der sich preislich und auch menschlich wohl gut mit meiner Chefin verstanden hat. Jedenfalls nimmt der Dienstleister jetzt alle unsere Anrufe entgegen und vermittelt wichtige Gespräche weiter und filtert die unnötigen herraus. Quasi ein Spam-Filter für unsere Telefon-Kommunikation. Seit dem klingt das Telefon bei uns nur noch selten und die Arbeitsatmosphäre hat sich dadurch enorm verbessert. Bonuspunkt für den Neuen in der Firma gabs außerdem 😉

Sportlich wieder auf den rechten Pfad gelangen – Optimierung Nr. 2

Running - Beste

Nach fast 2 Jahren sportliche Abstinenz versuche ich nun auch wieder den Weg zur körperlichen Fitness zu finden. Natürlich wird man bequem wenn man nur zuhause rumsitzt und sich um sein Kind kümmert.

Deshalb habe ich auch hier überlegt, wie ich Optimierungen in meinen Alltag einbauen kann:

  • Mit dem Fahrrad zur Arbeit statt Bahn oder Auto: Klingt simpel, aber wer es gewohnt ist morgens immer nur in die BVG einzusteigen muss schon überzeugt werden bei jedem(!) Wetter Fahrrad zu fahren. Also habe ich mein BVG-Abo gekündigt und fahre seit November letzten Jahres bereits täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. J-E-D-E-N T-A-G!!! Auch jetzt wo es so eisig kalt ist. Keine angenehme Sache aber schön für das Immunsystem und den Geist.
  • Wieder laufen gehen: Früher bin ich mit den Adidas-Runners 3-4x pro Woche eine Strecke gelaufen. Da das aus zeitlichen Gründen aktuell etwas schwierig ist, habe ich mich hier mal bei der Arbeit umgehört und tatsächlich einen Lauf-Buddy gefunden, der jetzt 1-2x pro Woche mit mir abends nach Hause joggt. Bisher hat es auch immer geklappt und wir sind beide garnicht soo langsam wie wir dachten! Danke an dieser Stelle an meinen Kollegen Victor.

So das wars – mein Leben ist wieder etwas gepimpt. Und wann habt Ihr zuletzt euer Leben mal kritisch betrachtet und überlegt, wie Ihr das noch schöner oder effizienter machen könntet? Ich kann es nur empfehlen: Stellt Euch einen Timer und schaut Euch euer Leben mal in Ruhe an – es lohnt sich auf jeden Fall.

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